Schöninger Gymnasium ist auf den Schulstart gut vorbereitet

Schöningen. Schulleiter Stefan Krauß wird freie Raumkapazitäten für den Unterricht der Abitur- und Abschlussjahrgänge nutzen.

Markus Brich, 06.01.2021

Das Schöninger Gymnasium Anna-Sophianeum sieht sich trotz der verschärften Corona-Regeln für den Schulunterricht nach dem
Ferienende am 11. Januar gut gerüstet. Auf die Frage, ob die Vorgaben von Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne an der Schule umsetzbar sind, antwortet Schulleiter Stefan Krauß mit einem klaren „Ja“.


Das Gymnasium Anna-Sophianeum machte bereits im ersten Lockdown gute Erfahrungen mit dem digitalen Lernen. Bengt Hagelstein, stellvertretender Schulleiter, hat an seinem PC im Blick, welche Aufgaben von seinem Schülern bereits abgearbeitet wurden und welche noch ausstehen. Foto: Archiv: Markus Brich

Zwar fehlten der Schule aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 immer noch viele Räume, erklärt Krauß auf Anfrage unserer Zeitung, weshalb ein Erweiterungsbau unbedingt erforderlich bleibe. „Das verdeutlicht auch die Interimslösung der Erstellung von Unterrichtsräumen mittels des Aufbaus von Containern.“

Lerngruppen der Abitur- und Abschlussjahrgänge können unterrichtet werden

Doch da nun bis zum Ende des ersten Schulhalbjahres grundsätzlich alle Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufen I und II mit Ausnahme der Abitur- und Abschlussjahrgänge im Distanzlernen unterrichtet werden, könne das Gymnasium dadurch frei gewordene Raumkapazitäten nutzen. Damit sei es möglich, die Lerngruppen der Abitur- und Abschlussjahrgänge nach Stundenplan, aber in anderen Räumen, die dem Hygienekonzept entsprechen, zu unterrichten.

Homeschooling via Internet erfolgreich

Gute Erfahrungen sammelte das Gymnasium bereits während des ersten Lockdowns mit dem Homeschooling via Internet. So stellen die Pädagogen über das Aufgaben-Modul des Iserv-Netzwerks ihren Schülern Aufgaben, die dann in einer bestimmten Zeit abzuarbeiten sind. Ein Korrektur-Modul bietet den Pädagogen die Möglichkeit, ihren Schülern Feedback zu den Arbeitsergebnissen zu geben. Zudem können über das System Sprechstunden mit Schülern und Lehrern erfolgen, so dass auch individuelle Fragen und Probleme gelöst werden können.

Damit sei laut Krauß das Anna-Sophianeum grundsätzlich für die Umsetzung des „Lernens zuhause“ gerüstet, gleichwohl bestehe aber nach wie vor „ein Bedarf an der Modernisierung des schulinternen WLANs“. Zudem fehlten der Schule immer noch genügend iPads, „um die Jugendlichen damit auszurüsten, die einen entsprechenden Bedarf haben“. Die Geräte seien seitens des Schulträgers bestellt, aber es gebe Lieferengpässe.

Möglichst hoher Anteil an Präsenzunterricht für Abschlussjahrgänge

Mit Blick auf die schriftlichen Abitur-Prüfungen, die ab Mitte April terminiert sind, versichert Krauß: „Wir versuchen, vor allem dem Abiturjahrgang wie auch den entsprechenden Abschlussklassen einen möglichst hohen Anteil an Präsenzunterricht im Wechselverfahren in der Schule zu ermöglichen.“ Erreicht werden solle dies zum Beispiel durch Umschichtung der Raumbelegung innerhalb der Schule – natürlich immer unter Berücksichtigung der geltenden Hygienevorschriften.